Windrad könnte alle Ensdorfer Haushalte mit Strom versorgen
|
Pressemitteilung vom 29. Mai 2009 |
„Wir können dem Wind nicht gebieten wie er wehen soll aber wir können unsere Segel danach setzen“! Mit diesem chinesischen Sprichwort begrüße MdL Reinhold Strobel Interessierte an der Windkraft aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und speziell der Gemeinde Ensdorf. Als Fachmann führte der Geschäftsführer der Betreiberfirma „Jura Energie“ und ehemaliger stellv. Landrat des Landkreises Neumarkt Ludwig Fürst durch die 2 unterschiedlichen Anlagen.
Das erste Windrad mit einer Nabenhöhe von 78 m wurde im Jahr 2000 in Betrieb genommen. Bisherige Erfahrungswerte zeigen, dass damit mindestens 300 Haushalte mit Strom versorgt werden. Dieses Windrad gehört 10 Bürgern aus der Gemeinde Lauterhofen.
Bei der zweiten Windmühle handelt es sich schon um eine technische Weiterentwicklung mit einer Leistung von ca. 1,5 MegaWatt. Durch diese Neukonstuktion drehen sich die Flügel in der Minute nur noch 17 mal statt bisher 32 mal um 360°. Die Anlage, die seit 2003 im Betrieb ist, versorgt ca. 850 Haushalte mit Energie. Dieses Kraftwerk besitzen 40 Privatpersonen aus der näheren Umgebung. Die beiden Anlagen erzeugen die Kilowattstunde Strom für ca. 9,5 Cent. Somit können diese Generatoren nach ungefähr 8 Jahren als rentabl gelten.
Für den Kommunalpolitiker Werner Scharl war wichtig zu erfahren, welche Schritte die Gemeinde ergreifen muss, damit sie in Standortfragen das letzte Wort behält. Laut Fürst ist das wichtigste Instrument jeder Gemeinde ein sogenannter Flächeneingrenzungsplan. Er gibt vor, auf welchen Flächen am wenigsten Bürger von einem möglichen Schattenwurf der Rotoren betroffen werden. Außerdem können darin auch Einspeisepunkte und windrelevante Orte berücksichtigt werden.
|
Ensdorfer Kommunalpolitiker und Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl besichtigten in der Nachbargemeinde Lauterhofen zwei Windräder (siehe auch Bilder)

Strobl mit Bundestagskandidat Christian Beyer, und OV-Vorsitzenden Werner Scharl

Die Gruppe mit Strobl und Carolin Braun, stellv. Landrätin von Neumarkt (rote Jacke)
|
Auf einen weiteren wichtigen Aspekt wies Fürst in seinen Ausführungen hin: Wenn alle Kosten für Unterhalt, Pacht und Versicherung abgezogen werden, ergibt sich eine Kapitalverzinsung von ca. 8 %. Deshalb sollte jede Gemeinde darauf bedacht sein, dass das Kapital ihrer Bürger auch in der Gemeinde angelegt wird. Deneben zeigte er auf, wo überall mittlerweile für die Windenergie gefertigt wird. Damit kann die Windenergie durchaus als bayerische Technologie bezeichnet werden. Als sehr interessant für die Gemeinden ist eine Gesetzesänderung, nach der laut MdL Reinhold Strobl nicht mehr nur Gewerbesteuer am Sitz der Betreiberfirma sondern auch am Standort des Windrades fällig wird. Also eine rentable Sache für Gemeinde und Bürger!
Am meisten überrascht waren die Besucher, dass Windräder so leise laufen. Daneben waren sie vom geringen Flächenverbrauch begeistert.
|
| zurück |