Dramatische Entwicklung der Schülerzahlen an Hauptschulen
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Pressemitteilung vom 7. September 2009 |
Seit der Einführung der R 6 verlieren die Hauptschulen immer mehr Schüler. Teilweise reichen die Schülerzahlen an den Hauptschulen nicht einmal mehr dazu aus, um eine Klasse bilden zu können. Wie dramatisch die Entwicklung inzwischen ist, machten die MdLs Reinhold Strobl und Martin Güll bei einer Gesprächsrunde in Seubersdorf deutlich. Da auch die Hauptschule in Seubersdorf von der Entwicklung nicht verschont bleiben wird, hat Ortsvorsitzender Josef Schlierf die beiden im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtages sitzenden Abgeordneten zu einem Gespräch nach Seubersdorf eingeladen.
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Die beiden Politiker erinnerten daran, dass bereits mit der Einführung der R6 durch die Bayerische Staatsregierung absehbar war, dass Hauptschulen mit weniger als 300 Schülern keine Chance haben. Die stellvertretende Landrätin Carolin Braun befürchtet, dass im gesamten Landkreis nur drei bis vier Standorte für Hauptschulen bleiben werden. Regionale Lösungen werden das Problem nur wenige Jahre nach hinten verlagern. Kreisrat André Radszun stellte dazu noch klar, dass das Konzept der SPD seit Jahren in der Schublade liegt. „Was wir in Bayern wollen wird in Gelsenkirchen zurzeit ausgebaut und feiert auch in Dortmund bahnbrechende Erfolge im Bereich SchülerInnenleistung und Integration.“
Bei dem anschließenden Besuch in der Schule erläuterte Rektor Karl Staudinger die Probleme der Seubersdorfer Hauptschule im Beisein von Vertretern aus dem Lehrerkollegium und dem Elternbeirat. Bei der Suche nach Lösungen muss auch die Frage der Schülerbeförderung und der Schulbuskosten diskutiert werden. MdL Martin Güll machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Vorzüge wohnortnaher Schulen auf der Hand liegen. „Wenn man die Verantwortung nach unten weitergibt, muss auch die Gestaltungsfreiheit nach unten weiter gegeben werden.“ Die Forderung nach mehr längerer gemeinsamer Schulzeit wurde vor allem auch von den anwesenden Elternvertretern begrüßt. Martin Güll, selbst ehemaliger Hautschullehrer, stellte fest: „Wenn man etwas am bestehenden Schulsystem verändert, darf es nicht nur eine Lösung für morgen sein. Man muss prüfen, ob wir nicht ein Konzept brauchen, das über die aktuellen Vorschläge hinausgeht.“
Bei einer Profilbildung ist in Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden das Engagement von Rektor und Eltern ebenso notwendig wie das vom Bürgermeister und Gemeinderat, war man sich am Schluss des Gesprächs einig. |
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