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Biogasanlagen und Kreisstraße

Pressemitteilung vom 10. September 2011

Hirschau. (sor)

„Die Erzeugung von Energie darf nicht auf Kosten der Natur und der Menschen gehen.“ Diese Aussage traf MdL Reinhold Strobl bei Anwesenheit der beiden Stadträte Michael Högl und Stefan Bauer im SPD-Büro bei einer Bürgersprechstunde. Aus diesen Gründen habe sich die SPD schon vor Jahrzehnten gegen die Atomenergie ausgesprochen. Strobl: „Wir könnten mit dem Umstieg auf regenerative Energien schon viel weiter sein, wenn nicht diejenigen in der CSU und FDP, die sich heute als Vorreiter für alternative Energien hervortun, so lange an der Atomenergie festgehalten hätten.“ Strobl hielt gegenüber Bürgern nochmals fest: „Mit einem Mix ist ein Ausstieg aus der Atomenergie möglich. Zu einem Mix gehören Windkraftanlagen, Photovoltaik und auch Biogasanlagen.“ Gerade die Biogasanlagen sind derzeit jedoch in der Diskussion. So war es auch bei dieser Gesprächsrunde. So wurde vor allem Klage über einen Landwirt geführt, der mit seinem Traktor bis in die späten Nachtstunden hinein Mais Richtung Ehenfeld fährt und so für eine Lärmbelästigung sorgt. Dieser Zustand sei so nicht hinnehmbar.

Man war sich einig darüber, dass hier Abhilfe geschaffen werden müsse. Strobl: „Biogasanlagen sind dann ökologisch sinnvoll, wenn die Masse vor Ort erzeugt wird und direkt vom Feld zur Anlage befördert werden kann und wenn die Wärme genutzt wird.“ Biogasanlagen seien dann mit Skepsis zu betrachten, wenn die Masse über weite Entfernungen mit großen Traktoren herangeschafft werden müsse und die mit erzeugte Wärme ungenutzt praktisch in die Luft gelassen werde. Wichtig sei auch die Einhaltung der Fruchtfolge. Eine Vermaisung der Landschaft müsse durch den Bundesgesetzgeber verhindert werden. Allerdings sei ein verstärkter Maisanbau nicht nur auf Biogasanlagen zurückzuführen. Strobl: „Wer eine Biogasanlage betreibt, muss dies auch im Einklang mit der Natur und nicht auf Kosten der Natur machen.“ Nur wer dies so mache, verhalte sich glaubwürdig.

Ein weiteres Thema war die Windkraft. Im Landkreis hätten die Gemeinden hier erfreulicherweise eine Vorreiterrolle übernommen. Es sei deshalb unverständlich, warum der Vorsitzende der Planungsregion Oberpfalz-Nord, CSU-Landrat Wittmann, hier im Entwurf zum Regionalplan die Flächen, die mühselig von den Gemeinden erarbeitet und vorgeschlagen wurden, herausgenommen und andere Flächen (wo die Gemeinden keine Anlagen wollen) hinein genommen habe. Eine interessante Internet-Adresse sei: http://www.energymap.info . Hier könne jeder Bürger sehen, wie viel Energie in seiner Gemeinde erzeugt werde.

Ein weiteres Thema war der Ausbau der AS 18. Besonders auf der Höhe der Friedhofsmauer komme es immer wieder zu Schwierigkeiten beim Begegnungsverkehr. Es würden mehr Lkw’s und auch Traktoren fahren. Deshalb sei ein möglichst baldiger Ausbau dieser Straße unumgänglich. Es sei jedoch auch zu prüfen, inwieweit eine weitere Geschwindigkeitsbeschränkung möglich sei.

 

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