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Feiertagsgesetz nicht weiter verwässern

Pressemitteilung vom 05. April 2009

Amberg-Sulzbach. (sor)

Dem Vorschlag der FDP-Fraktion, wegen vermeintlicher Umsatzeinbußen in Bars, Diskotheken und Kneipen an Vorabenden von stillen Tagen das Feiertagsgesetz zu ändern, kann der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl nichts Positives abgewinnen. In diesem Fall sei der Bürokratieabbau als Argument vorgeschoben, in anderen Fällen stelle man die „freie Entscheidung von freien Bürgern“ in den Vordergrund. Dieser Vorschlag, so Reinhold Strobl, stehe in einer Reihe mit vielen anderen Vorschlägen, bei denen es immer um das gleiche gehe: Mehr Umsatz und mehr Gewinn. Diesmal gehe es um das Feiertagsgesetz, das andere Mal um Sonntagsarbeit, wieder ein anderes Mal um die Aufweichung des Ladenschlussgesetzes. Diese Vorschläge nähmen keine Rücksicht auf die Kultur in unserem Land, sie nähmen keine Rücksicht darauf, dass auch Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen Feierabend haben und Familien hätten einen Anspruch darauf, dass sie ihre Freizeit gemeinsam verbringen können. So sei es verständlich, dass sich viele Menschen in Bayern um die Zukunft des freien Sonntags sorgen. Sonntagsarbeit nehme stetig zu, schon heute sei im Freistaat jede/r Vierte davon betroffen. Reinhold Strobl unterstützt die Allianz für den freien Sonntag (eine kirchlich-gewerkschaftliche Initiative, die auch von zahlreichen Organisationen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen unterstützt wird). Die derzeitige Feiertagsregelung dürfe nicht noch mehr verwässert werden.  

 

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