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Feuerwaffen in privater Hand

Pressemitteilung vom 26. Dezember 2009

Amberg-Sulzbach. (sor)

Auch für unseren Landkreis interessante Zahlen ergeben sich aufgrund einer Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Helga Schmitt-Bussinger betreffend Feuerwaffen in privater Hand in Bayern.

Wie MdL Reinhold Strobl mitteilt, gibt es im Landkreis 12.240 und in der Stadt Amberg 7.364 Schusswaffen. Kontrollen gab es keine. Erfasst sind nur erlaubnispflichtige Schusswaffen im legalen Besitz. Erhebungsgrundlage sind die Jahre 2007 und 2008. Die Zahl reduziert sich nach Angaben des Innenministeriums kontinuierlich, z.B. durch Abgabe der Waffen oder durch Erbfall. Aus Sicht des Staatsministeriums des Innern gehen allein von der Anzahl der Schusswaffen im rechtmäßigen Besitz noch keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit aus. Gefahren könnten aber daraus folgen, dass mit Waffen nicht sachgemäß umgegangen wird und sie insbesondere nicht ordnungsgemäß aufbewahrt werden. Es gelte, Missbrauchsgefahren, insbesondere durch Zugriffsmöglichkeiten Dritter, zu reduzieren. Hierbei gelte es, einen ausgewogenen Ausgleich zwischen den Sicherheitsinteressen der Bevölkerung und dem Interesse der großen Zahl von Sportschützen und Jägern, die mit ihren Waffen verantwortungsvoll und sorgsam umgehen, zu finden.

In der Antwort wird auch darauf hingewiesen, dass sich die Waffenbehörden aufgrund des Waffengesetzes Nachweise der sicheren Aufbewahrungsmöglichkeit vorlegen lassen. Kommt der Waffenbesitzer dem nicht nach, können die Waffenbehörden einen Verstoß gegen die Aufbewahrungspflicht vermuten und eine Waffenerlaubnis widerrufen. Auch könne bei begründeten Zweifeln an einer sicheren Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition vom Besitzer verlangt werden, Zutritt zum Aufbewahrungsort zu gewähren.

 

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