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Maxhütte wird doch nicht Aussenstelle des Deutschen Museums

Pressemitteilung vom 31. März 2011

Amberg-Sulzbach. (sor)

In einer Anfrage zum Plenum wollte der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl von der Staatsregierung wissen, welche konkreten Schritte zur Umsetzung der Außenstelle des Deutschen Museums München als Lösung für die Erhaltung des Industriedenkmals Alte Maxhütte die Bayerische Staatsregierung unternimmt. Auslöser der Anfrage war eine Aussage von Innenminister Joachim Herrmann während eines Besuchs in Sulzbach-Rosenberg. Strobl: „In welchem Zeitraum könnten diese Maßnahmen/Schritte realisiert werden?“

Strobl vertritt schon seit einiger Zeit die Meinung, dass es überhaupt nichts bringt, wenn hier auf einer Parteischiene alle möglichen Ideen geboren werden und es auf der anderen Seite keine konkreten Aussagen des Eigentümers und der kommunalen Ebenen gibt: Was will man eigentlich? Will man ein Industriedenkmal oder eine Veranstaltungsstätte? Zu welchen Zusagen wäre der Eigentümer des Geländes bereit? Wie würden sich der Landkreis und die Stadt Sulzbach-Rosenberg beteiligen? Würden sich diese überhaupt finanziell beteiligen? Will man überhaupt die Nutzung des Industriedenkmals? „Für mich sind das alles offene Fragen, die abgeklärt werden müssen“, so Strobl. Dieser fordert schon seit einiger Zeit, dass hier der Landrat die Koordination übernehmen sollte.

Inzwischen liegt die Antwort von Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch (Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst) hinsichtlich einer möglichen Außenstelle des Deutschen Museums vor. Dieser antwortet auf die von Strobl gestellte Frage wie folgt: „Zum Thema „Nutzung des Industriedenkmals Alte Maxhütte als Außenstelle des Deutschen Museums“ fanden in letzter Zeit mehrfach Kontakte statt. Das Deutsche Museum ist derzeit weder in der Lage, die ehemaligen Anlagen der Maxhütte als Außenstelle zu übernehmen noch sich in irgendeiner Weise am Erhalt oder der Nachnutzung der Anlagen zu beteiligen. Dafür stehen derzeit auch keinerlei Mittel im Staatshaushalt zur Verfügung.

Dies wurde vom Deutschen Museum bereits am 4.2.2011 anlässlich eines Besuchs der Örtlichkeiten gemeinsam mit Herrn MdL Heinz Donhauser sowie Vertretern der Stadt Sulzbach-Rosenberg und des Eigentümers, der Unternehmensgruppe Max Aicher, mitgeteilt.“ Soweit die Antwort von Staatsminister Heubisch. In einem Brief, in welchem zunächst auf die Besprechung am 25. Februar eingegangen wurde, wo für die Sicherung und Säuberung des Hochofens und des direkten Umfeldes auf der Hochofenplaza 75.000 € zur Verfügung gestellt wurden, welche gemeinsam vom Landesamt für Denkmalpflege, vom Eigentümer, von der Stadt Sulzbach-Rosenberg, der Landesstiftung und der Sparkasse erbracht wurden, teilt er dem SPD-Abgeordneten weiterhin mit:

„Die von Ihnen angesprochenen, hierüber hinausgehenden Maßnahmen müssen in einem weiteren Bauabschnitt angegangen werden. Dass auch hier eine Unterstützung wiederum aus Mitteln des Landesamts für Denkmalpflege oder ggf. auch durch ein Engagement des Entschädigungsfonds erfolgt, um das für die Region so wichtige Kulturdenkmal zu erhalten, halte ich für möglich. Voraussetzung ist aber zunächst, dass zwischen den Beteiligten Einigkeit über die in einem zweiten Abschnitt vorzunehmenden Maßnahmen erzielt werden kann und auch die Fragen der Maßnahmeträgerschaft und weiterer in Betracht kommender Fördermöglichkeiten geklärt werden.

Der ins Auge gefasste Arbeitskreis, an dem sich u.a. das Landesamt für Denkmalpflege, die Stadt Sulzbach-Rosenberg und der Eigentümer beteiligen werden, ist meines Erachtens der richtige Ort hierfür.“ Strobl: „Diese Einigkeit über vorzunehmende Maßnahmen ist unbedingt notwendig.“ Allerdings dürften die evtl. Kosten für den Landkreis oder die Stadt Sulzbach-Rosenberg natürlich auch von Interesse sein.

 

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