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Mittelalterliche Glocken

Pressemitteilung vom 16. August 2008

Kastl. (sor)

Das bayerische Landesamt für Denkmalpflege wird sich finanziell spürbar an den Kosten der Untersuchung und Reparatur der historischen Glocken sowie an den Kosten der auch aus konservatorischen Gründen notwendigen Erneuerung des Glockenstuhls beteiligen. Auch wird das Landesamt bei anderen Fördergebern das Projekt dringend befürworten. Diese Mitteilung bekam MdL Reinhold Strobl (SPD) nun von Staatsminister Dr. Thomas Goppel. Um über die konkrete Förderungshöhe entscheiden zu können, wurde die Kirchenverwaltung, so Goppel, gebeten, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege beurteilungsfähige Unterlagen, insbesondere eine Beschreibung der Maßnahme und eine detaillierte Kostengliederung zukommen zu lassen. Nicht beteiligen kann sich das Landesamt dagegen an den Kosten des Entlastungs- und Ersatzgeläuts, da es sich hier nicht um denkmalpflegerische Maßnahmen handelt.

In dem Schreiben an Strobl weist Dr. Goppel auch darauf hin, dass das Geläut der Klosterkirche in Kastl aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert aus vier Glocken besteht und neben den Glocken des Eichstätter Doms zu den wichtigsten historischen Geläuten in Bayern gehört. Die „Sturmglocke“ von 1322 sei schon vor 100 Jahren vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zeichnerisch aufgenommen, vermessen und in ihrem kulturhistorischen Wert gewürdigt worden. Der 2007 in der „Sturmglocke“ nachgewiesene Sprung zeige, dass Handlungsbedarf bestehe. Die notwendigen Maßnahmen – vorrangig die Reparatur der „Sturmglocke“, die Erneuerung des Glockenstuhls und die Anschaffung zweier Entlastungsglocken – seien deshalb zielführend.

Reinhold Strobl äußert in diesem Zusammenhang anerkennende Worte dafür, dass hier alle an einem Strang ziehen, um dieses doch sehr bedeutende alte Glockengeläut zu restaurieren und für kommende Generationen in ihrem Klang zu erhalten.

 

 

 

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