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Radweg zwischen Hirschau und Amberg ist gefährdet

Pressemitteilung vom 07. Januar 2012

Amberg/Hirschau. (sor)

In früheren Jahren war es selbstverständlich, dass Bürger aus Hirschau und Schnaittenbach mit dem Fahrrad auf der St 2238 nach Amberg fuhren. Durch den Anstieg des Verkehrs wurde dies immer gefährlicher. Deshalb wäre es wünschenswert, dass entlang der St 2238 ein Radweg errichtet würde. Es gibt auch einige Teilbereiche, wo es schon gute Wege gibt und die in ein Gesamtkonzept eingebunden werden könnten. MdL Reinhold Strobl kam deshalb dem Wunsch von Radlerfreunden nach und schrieb bereits 2009 einen Brief an Innenminister Joachim Hermann. Damals kam eine erfreuliche Antwort: „Ich freue mich, dass man vor Ort eine tragfähige Lösung … gefunden hat. Für die Umsetzung der kommunalen Anteile durch die Gemeinden (Amberg, Hirschau, Freudenberg) kann ich Ihnen schon jetzt eine zeitnahe und gute (!) Förderung durch den Freistaat zusichern.“

Auch die Hirschauer CSU befasste sich mit dem Radweg und machte kurz vor den Landtagswahlen 2008 einen Ortstermin. Damals (AZ 23.09.08), so Strobl hieß es: „Die CSUler zeigten sich überzeugt, dass sie in dieser Angelegenheit auf die hundertprozentige Unterstützung durch die Landtagsabgeordneten Franz Kustner, Otto Zeitler und Heinz Donhauser sowie von Landrat Richard Reisinger zählen können.“ Es wurde betont: „Der Ausbau eines Radweges zwischen Hirschau und Amberg ist mehr als überfällig. Es wird allerhöchste Zeit, dass damit Ernst gemacht wird. Die jetzige Radwegverbindung lasse mehr als zu wünschen übrig. Dr. Schönberger kündigte an: „Die Stadt Hirschau wird noch in diesem Jahr einen idealen Anknüpfungspunkt schaffen. Für rund 35.000 Euro entsteht vom Norma-Markt aus – vorbei am Mühlweiher – ein Geh- und Radweg bis zum Parkplatz bei der Abzweigung zum Flaggenweiher.“ Bei dem Ortstermin zeigte dann Bgm. Hans Drexler auch noch auf, die die Trasse aus CSU-Sicht unter weitgehender Vermeidung von Umwegen weiterführen könnte.

Seitdem, so bedauert MdL Reinhold Strobl, hat sich hier aber weiter nichts mehr getan. Aus diesem Anlass hat sich der Abgeordnete erneut an Innenminister Hermann gewandt und jetzt folgende Antwort erhalten: „Wie ich Ihnen bereits auf Ihre Anfragen aus dem Jahr 2009 mitgeteilt habe, besteht für die angesprochene Radwegeverbindung ein Gesamtkonzept, das sowohl Teilstücke in der Baulast des Freistaates Bayern als auch kommunale Abschnitte enthält. Die Bayerische Straßenbauverwaltung hatte sich bei Baureife dieses Gesamtkonzeptes bereit erklärt, die Teilabschnitte entlang der Staatsstraße 2238 entsprechend deren Dringlichkeit umzusetzen. Nachdem bisher weder der Landkreis Amberg-Sulzbach noch die betroffenen Gemeinden konkrete Schritte zur Schaffung der Radwegeverbindung eingeleitet haben, erscheint eine vorgezogene Umsetzung des ca. 800 Meter langen Teilabschnitts, für das der Freistaat Bayern zuständig ist, nicht zielführend.

Ich bitte um Verständnis, dass weitere Schritte seitens des Bauamtes wie Grunderwerbsverhandlungen nur eingeleitet werden, wenn die Kommunen noch an der Umsetzung des Gesamtkonzeptes interessiert sind und auch deren Planungen voranbringen. Ich habe das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach deshalb beauftragt, bei den Kommunen zu ermitteln, inwieweit noch Interesse an der angesprochenen Radwegeverbindung besteht.“

In einem Nachsatz weist das Innenministerium noch darauf hin, dass unabhängig von dieser Radwegeverbindung entlang der St 2238 es zwischenzeitlich für Radfahrer die Möglichkeit gebe, entlang der B 299 und in der Weiterführung an der B 14 auf nachträglich angebauten Radwegen sicher von Amberg nach Hirschau zu gelangen.“ Trotzdem aber, so Strobl, wäre eine kürzere Variante auch hinsichtlich des Tourismus und der Naherholung nach wie vor von Interesse. Strobl: „Es liegt nun an den Städten und am Landkreis, ob hier etwas vorwärts geht oder ob diese einmalige Chance verpasst wird.“ Man dürfe gar nicht in andere Landkreise schauen, was dort alles für den Radverkehr getan wird und welche guten Radwege es dort gebe. Hier könnte auch eine Verbindung zwischen dem Naabtal-Radweg und dem Vilstalradweg geschaffen werden. Amberger Bürgerinnen und Bürger könnten auf kürzestem Weg die Freizeiteinrichtungen in Hirschau und Schnaittenbach besuchen und umgekehrt könnten Familien auf dem Rad auch Veranstaltungen in Amberg besuchen.

Anmerkung meinerseits:

Teil 1: Radweg entlang des Mühlweihers ist von der CSU Hirschau angekündigt worden

Teil 2: Der weitere Teil würde vom Freistaat unterstützt

Teil 3: Bei Urspring könnte der Weg auf einem bestehenden Weg weiter geführt werden, der jedoch nur ausgebaut werden müßte.

Teil 4: Bei Immenstetten könnte der Weg genutzt werden, der dann beim Trachtenhaus vorbei kommt.

Teil 5: Haben wir letztens bei uns in der Kreistagsfraktion angesprochen. Hier wäre bei Immenstetten ein neuer Überweg hin ins Industriegebiet notwendig.

Teil 6: Hier könnte die Stadt die kürzeste Verbindung zwischen dem Industriegebiet und der Stadt herstellen.

Den Antwortbrief von Innenminister Herrmann finden Sie hier.

 

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