Pressemitteilung vom 20. November 2008
Amberg. (sor)
Wäre es nicht sinnvoll, entlang der Regensburger Straße zur Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger einen kombinierten Geh- und Radweg anzulegen und hierfür neben der bestehenden Bundesstraßenunterführung eine zweite Unterführung der Bahnlinie – Irrenlohe herzustellen? Dieses Anliegen wurde auch an MdL Reinhold Strobl herangetragen. Der SPD-Abgeordnete hat sich deswegen mit dem Staatlichen Bauamt in Verbindung gesetzt. Ihm wurde bestätigt, dass sowohl die Bundesstraße als auch das bestehende Kreuzungsbauwerk der Bahnlinie mit der Regensburger Straße (B 85) in absehbarer Zeit zur Erneuerung anstehen. Deswegen wurden auch bereits konkrete Vorplanungen zum Bundesstraßenausbau zwischen Nabburger Torplatz und Dreifaltigkeitskapelle ausgearbeitet. Um den Anforderungen sämtlicher Verkehrsteilnehmer an die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der Bundesstraße Rechnung zu tragen, erachtet das Staatliche Bauamt den dreistreifigen Ausbau der Regensburger Straße mit beidseitigem kombinierten Geh- und Radweg für unverzichtbar.
Hierzu sei es jedoch unumgänglich, die Bundesstraße im Kreuzungsbereich mit der Bahn abzusenken und das Bahnbauwerk entsprechend des deutlich breiteren Straßenquerschnitts aufzuweiten. Es werde daher erforderlich, die Kreuzungsanlage in einem größeren räumlichen Umgriff grundlegend neu zu gestalten. Das ins Gespräch gebrachte zweite Brückenbauwerk zur Querung der Bahnlinie mit einem Geh- und Radweg müsste demnach nach einer nur geringen Nutzungsdauer zurück gebaut werden. Da ein Unterführungsbauwerk einer Bahnlinie jedoch nicht als ein kostengünstiges Provisorium hergestellt werden könne, sondern entsprechend den anerkannten Regeln der Technik zu bemessen und zu konstruieren sei, wäre eine erhebliche Investitionssumme für ein Kreuzungsbauwerk von nur geringer Lebensdauer bereit zu stellen.
Obwohl für eine zweite Unterführung bislang keine Kostenschätzung angestellt wurde, sei davon auszugehen, dass sich die Baukosten auf Grund der Bauwerkslänge von rund 30 m, der technisch schwierigen und räumlich sehr beengten Bauabwicklung unter Bahnbetrieb sowie der erforderlichen Umbauten der vorhandenen Stützmauern am Dammfuß der Bahnlinie im siebenstelligen Bereich liegen würden. Zusätzlich würden noch die Kosten für den Erwerb von im Privateigentum befindlichen Grundstücken anfallen. Fragwürdig sei, ob die „Röhre“ in dem erhofften Maße von Fußgängern und Radfahrern angenommen würden, da es sich hierbei um einen etwa 30 m langen, schlecht beleuchteten Tunnel handeln würde, der zudem vom bestehenden Bahnbauwerk aus bautechnischen Zwängen deutlich abgerückt wäre.
MdL Reinhold Strobl unterstützt deshalb das Staatliche Bauamt dahingehend, dass möglichst bald der Kreuzungsbereich der Bundesstraße mit der Bahnlinie entsprechend den Ansprüchen aller Verkehrsteilnehmer an die Verkehrssicherheit zukunftssicher ausgebaut wird. Es stelle sich auch die Frage, ob Zwischenlösungen die Umsetzung eines solchen Bauprojektes nicht zeitlich verzögern würden. In diesem Zusammenhang weist Strobl auch auf die überparteilichen Bemühungen eines Ausbaus und der Elektrifizierung der Bahnlinie Nürnberg-Amberg-Schwandorf-Furth i.Wald hin. Er hat sich deshalb auch an die Deutsche Bundesbahn gewandt. |