Lieber Sparkassenpräsident als Bundeskanzler/in?
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Pressemitteilung vom 26. Februar 2010
Amberg-Sulzbach/Neumarkt (sor)
Zur Wahl des neuen Sparkassenpräsidenten merkt der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl aus Schnaittenbach an: „Die Thronfolge beim Sparkassenverband wurde auch gleich mit geregelt.“ Er stellt fest, dass nicht nur der bisherige Chamer Landrat Theo Zellner zum Abschluss seiner Politikkarriere jetzt das mit 450.000 Euro gut dotierte Amt des bayerischen Sparkassenpräsidenten bekam, sondern dass anscheinend seinem CSU-Parteifreund Siegfried Balleis für das Jahr 2014 auch gleich noch dieses CSU-Luxus-Austragsstüberl angetragen wurde. „Schließlich muss jeder mal in den Genuss eines solch gut dotierten Amtes kommen“ merkt Strobl ironisch an. Dass damit ein Sparkassenpräsident mehr bekommt als die Bundeskanzlerin oder der Ministerpräsident, sei anscheinend selbstverständlich. Der Sparkassenverband sei gut beraten, hier endlich einmal eine Grenze nach oben zu setzen. Diese unverhältnismäßig hohe Vergütung sei keinem Sparkassenkunden zu erklären. Strobl: „Irgendwo reicht es. Wir müssen um Mindestlöhne kämpfen, da teilweise Löhne unter 5 Euro bezahlt werden. Der Außenminister lästert über Hartz IV-Empfänger. Wenn es irgendwo 2 Prozent Lohnerhöhung gibt, wird so getan, als ob die Wirtschaft zusammenbricht. Und auf der anderen Seite gibt es dann solch gut dotierten Posten. Da passt einiges in unserem Lande nicht mehr zusammen.“ Unsere Gesellschaft habe aber nur dann eine gute Zukunft, wenn sie nicht weiter auseinanderdrifte.
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