Pressemitteilung vom 23. September 2008
Sulzbach-Rosenberg. (sor)
So wie im vorigen Jahr besuchte auch am Montag, dem "Tag der Ausbildung 2008", der SPD-Abgeordnete Reinhold Strobl wieder einen Betrieb in seinem Stimmkreis, um damit für mehr Ausbildungsplätze für die Jugendlichen zu werben. Strobl: "Wir wissen, dass es viele Betriebe gibt, die sich ihrer Verantwortung bewußt sind und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.
Leider aber gibt es auch andere, die sich vornehm zurücklehnen." Ein Betrieb, welcher inzwischen schon 37 Jugendliche (davon 7 Frauen seit 2001) in verschiedenen Berufen ausbildete bzw. ausbildet, ist das Rohrwerk in Rosenberg. Die SPD-Abgeordneten Reinhold Strobl und Franz Schindler besuchten aus diesem Anlass gemeinsam mit den Kreisräten Ute Bender und Dr. Armin Rüger den Ausbildungsbetrieb und suchten dort auch das Gespräch mit den Auszubildenden, den Ausbildern und der Geschäftsleitung.
Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König ging in seiner Begrüßung kurz auf die Geschichte der Berufsausbildung im Rohrwerk ein. So setzte sich der Betriebsrat und die IG Metall bei den Tarifverhandlungen im Jahr 2001 für eine eigene Ausbildung ein. Nach dem Ende des Berufsbildungszentrums der IHK sprach der Betriebsrat Geschäftsführer Dipl. Ing. Karl Reyzl an und sprach sich für ein neues Berufsbildungszentrum im Werk aus. König wies auch darauf hin, dass im Tarifvertrag NRW Stahl steht, dass bei bestandener Abschlußprüfung die Kollegen für 12 Monate befristet übernommen werden. Für eine gute Ausbildung, so König weiter, müßten die Grundvoraussetzungen jedoch schon in der Hauptschule geschaffen werden. Jeder Schüler, so seine Forderung, müsse die Möglichkeit haben, den Quali zu schaffen.
Ausbildungsleiterin Margit Högner gab einen Einblick in die Vielfältigkeit der Ausbildungsberufe. So könnten im Rohrwerk die Berufe Eurokauffrau, Industriekaufmann, Speditionskaufmann, Werkstoffprüferin, Elektroniker, Industriemechaniker, Zerspannungsmechaniker und Maschinen- und Anlageführer erlernt werden. "Abschlussprüfung - und danach?" Auf diese Frage war die erfreuliche Nachricht zu hören, dass von den inzwischen 11 ausgelernten jungen Menschen 10 übernommen wurden. Högner: "Unser Zerspannungsmechaniker bestand mit der Gesamtnote 'Sehr gut' und wurde von der IHK ausgezeichnet.
Er erhielt aufgrund dieser Leistungen ein Stipendium. Er und ein weiterer ehemaliger Auszubildender Elektroniker besuchen zur Zeit die Technikerschule."
Die Erwartungen der Werksleitung an die Auszubildenden seien natürlich einerseits, dass sich diese um die vorgegebenen fachlichen Fähigkeiten bemühen. Andererseits spiele der Charakter und die Einstellung (z.B. Lerneifer, Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, soziales Engagement, Teamgeist) eine große Rolle. Vorausgesetzt werde aber auch ein aufrichtiges, ehrliches und höfliches Benehmen. Nach der Information durch die Ausbilder konnten die beiden Abgeordneten auch ein Gespräch mit den Auszubildenden führen. Es gab Fragen in beide Richtungen. So war einerseits das Thema "Rente mit 67" auch schon für die Auszubildenden eine Frage wert. Außerdem wurde Interesse an einem Besuch im Landtag bekundet. Andererseits war auch für die Abgeordneten interessant, dass die Auszubildenden aus der ganzen Region kommen. Nach diesem Meinungsaustausch schloss sich ein Gespräch mit Geschäftsleiter Dipl. Ing. Karl Reyzl an.
Ein Bild des Besuchs finden Sie unter 'Bilder'. |