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Übertritte auf weiterführende Schulen nehmen dramatisch zu

Pressemitteilung vom 17. Juli 2009

„Die Übertrittssituation von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen ist im kommenden Schuljahr für die Zukunft der Hauptschulen bedrohlich“, so der Oberpfälzer Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD).  Von verschiedenen Grundschulen in Bayern wurde ihm jetzt bestätigt, dass bis zu 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2009/10 auf die Realschule oder das Gymnasium wechseln werden. „Diese Situation sehe ich mit Sorge, denn sie leistet dem langsamen Tod der wohnortnahen Hauptschule weiteren Vorschub“, so Strobl.

Auch die von Kultusminister Spaenle jetzt propagierte Mittelschule, deren Konzept mehr für Verwirrung als für eine Aufwertung der Hauptschule sorgt, kann da nichts mehr retten, meint Strobl. „Die Hauptschule hat an Attraktivität verloren und viele Eltern entscheiden sich lieber gleich für die Realschule oder das Gymnasium, da sie für ihre Kinder auf der Hauptschule keine Zukunft sehen. Das ist einerseits verständlich, zeigt aber auch, dass das dreigliedrige Schulsystem in Bayern nicht mehr zeitgemäß ist“.

Seit Jahren fordert die SPD-Fraktion im Landtag eine grundlegende Reform der Schulstruktur mit einer flexiblen Regionalisierung, um den Bedürfnissen vor Ort gerecht zu werden. Strobl: „Gerade in den ländlichen Regionen Bayerns ist die wohnortnahe Schule, in der die Kinder einen adäquaten Bildungsabschluss erreichen können von zentraler Bedeutung. Eine längere gemeinsame Schulzeit und ein Ende der unsäglichen Auslese der Schüler nach dem vierten Grundschuljahr, wie sie in diesen Tagen wieder geschieht, sind dabei unabdingbar“.

 

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