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Zerschlagung staatlicher Ernährungsberatung

Pressemitteilung vom 30. Juni 2008

Die Zerschlagung der staatlichen Ernährungsberatung (auch in unserem Landkreis) im Jahr 2004, so MdL Reinhold Strobl, ist ohne Not geschehen. Inzwischen wird die Tatsache, dass die staatliche Ernährungsberatung abgeschafft wurde, nicht nur von Fachleuten bedauert, sondern allgemein von großen Teilen der Bevölkerung. Erst kürzlich hatte MdL Reinhold Strobl bei einer Schulmilch-Aktion an der Volksschule Hahnbach auf diese Situation aufmerksam gemacht. Sogar in Berlin macht man sich inzwischen Sorgen hinsichtlich einer gesunden Ernährung der Bevölkerung. Deswegen hat sich der SPD-Abgeordnete sofort der Initiative seiner Kollegin Heidi Lück angeschlossen. In einem gemeinsamen Antrag wird die Staatsregierung aufgefordert, die staatliche Ernährungsberatung flächendeckend wieder einzuführen und dabei beispielgebend auf die Erfahrungen der einschlägigen Landfrauen-Projekte zurückzugreifen.

Im Jahr 2004 wurden rund 250 hoch qualifizierte Beraterinnen und Berater freigesetzt, erinnert sich Strobl. Wie nicht zuletzt der aktuelle Bericht von Landwirtschaftsminister Miller zeige, seien aus dieser Maßnahme erhebliche Defizite entstanden, die umso schwerer wiegen würden, weil die Ernährungsberatung heute wichtiger denn je wäre. Die gesundheitlichen Probleme aus Fehl- und Mangelernährung würden gerade bei Kindern und Jugendlichen zunehmen. Die Kenntnisse über die Zusammenhänge von Ernährung und hauswirtschaftlichen Möglichkeiten würden nicht mehr optimal weitergegeben. Deswegen erweise sich die Abschaffung der Ernährungsberatung im Rückblick als Fehler. Dieser Erkenntnis müsse zwingend die Wiedereinführung der Ernährungsberatung folgen.

 

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