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Badesaison 2008: Schwimmunterricht ist überlebenswichtig

Pressemitteilung vom 05. Mai 2008

 

Dass Bayern nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auch im Jahr 2007 wieder bundesweit die meisten Todesfälle durch Ertrinken zu verzeichnen hat, steht nach Angaben des Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl in direktem Zusammenhang mit der mangelnden Schwimmausbildung von Jugendlichen, die nicht zuletzt durch die steigende Schließung von öffentlichen Bädern im Freistaat verursacht wird. „Die hohe Zahl von Nichtschwimmern, die Jahr für Jahr zunimmt, ist besonders unter den Jugendlichen erschreckend. Für den Schwimmunterricht an Bayerns Schulen aber stehen immer weiniger geeignete Frei- und Hallenbäder zur Verfügung. Da ist es ein trauriger Hohn, wenn der bayerische Innenminister Joachim Herrmann in einem Beitrag für den DLRG die Schuld  den Kommunen in die Tasche schieben will, die es finanziell nicht mehr verkraften, ihre örtlichen Bäder zu renovieren oder in Stand zu halten“, so Strobl, „In den vergangenen zehn Jahren wurden etwa 100 Bäder geschlossen.“

Laut  DLRG nimmt Bayern mit 91 Opfern durch Ertrinken wieder die Spitzenposition vor Nordrhein-Westfalen mit 70 Todesfällen in 2007 ein. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass rund 40 Prozent der Zehnjährigen nicht schwimmen können und jeder dritte Jugendliche zu den Nichtschwimmern gerechnet werden muss. Strobl: „Nur noch etwa 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen lernen das Schwimmen im Sportunterricht an den Schulen. Grund ist in vielen Fällen, dass die geeigneten Sportstätten fehlen, um den Unterricht abzuhalten. Das aber kann nicht einfach den Kommunen in die Schuhe geschoben werden, da muss der Freistaat seinen Beitrag leisten. Seit nunmehr 14 Jahren hat sich das Land Bayern aus der Mitfinanzierung bei der Sanierung von kommunalen Bädern zurückgezogen.“

Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag hat aus diesem Grund bereits im März einen Änderungsantrag gestellt, um im Nachtragshaushaltsplan für das laufende Haushaltsjahr die Sanierung kommunaler Bäder als neuen Titel aufzunehmen. „Die Bezuschussung zur Sanierung öffentlicher Bäder muss mit mindestens 20 Millionen Euro aufgenommen werden. Die Regierung hat da viel zu lange die Kommunen im Regen stehen lassen. Und es geht letztlich zu Lasten der Jugendlichen, wenn die Sachaufwandsträger finanziell nicht mehr in der Lage sind, ihre Schwimmbäder zu unterhalten. Auch der Schwimmunterricht gehört zum Bildungsauftrag des Staates“, so Strobl.

 

 

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