Pressemitteilung vom 11. April 2008
Amberg-Sulzbach (sor). Bayerische Bahnhöfe sind zum Großteil nicht barrierefrei und mithin nicht behindertengerecht gestaltet. Körperlich beeinträchtigte Menschen sind daher gezwungen, eine Zugreise bereits lange vorher minutiös zu planen und um Unterstützung durch das Bahnpersonal zu ersuchen. Auch der Schnaittenbacher SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl findet diesen Zustand unerträglich. Deshalb wendet er sich jetzt mit einer Anfrage an die Staatsregierung.
„Mich interessiert insbesondere, wie viele bayerische Bahnhöfe in diesem Bereich Defizite aufweisen und in wieweit die Staatsregierung diesen aktiv entgegenwirken will“, so Strobl. Es sei aus seiner Sicht nicht länger tragbar, dass die Situation an Bahnhöfen behinderte Menschen gegenüber der Allgemeinheit diskriminiere.
Auch die Planungen für eventuelle Neubauprojekte nimmt Strobl genauer unter die Lupe. „Es ist wichtig, bei zukünftigen Projekten von Beginn an auf barrierefreie Zugänge zu achten. Ich lege daher auch großen Wert darauf, dass die Staatsregierung und die DB AG Vorschläge von Behindertenverbänden aufnimmt und mit in die Planungen einfließen lässt.“
Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zum Umbau bestehender Bahnhöfe sowie eine Einschätzung seitens der Staatsregierung über den Mittelbedarf zur Gewährleistung einer flächendeckenden Barrierefreiheit sind ebenfalls Bestandteil der Anfrage.
Insbesondere erkundigt sich Strobl nach dem aktuellen Stand der Planungen zum Amberger Bahnhof, dessen Umbau mit dem Ziel der Barrierefreiheit bereits seit langem im Gespräch ist. „Es wurden hier bereits unzählige Male halbherzige Zusagen und Versprechen gemacht. Bislang ist jedoch nichts Substanzielles unternommen worden. Die Leute wollen hier endlich Klarheit“, so Strobl.
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