Pressemitteilung vom 30. Juli 2007
In der Oberpfalz werden durch die Bayerische Staatsregierung 90 Selbsthilfegruppen für Menschen mit Behinderung und chronischer Krankheit gefördert. Der Schnaittenbacher Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) fordert eine Erhöhung der Fördersumme für diesen Bereich.
„Der Beitrag, welcher von diesen Selbsthilfegruppen für unsere Gesellschaft geleistet wird, muss angemessen honoriert werden“, so Strobl, der allerdings feststelle, „dass trotz gegenteiliger Aussagen der Staatsregierung in den letzten Jahren die Fördersumme in unverantwortlicher Weise gekürzt wurde“.
Wurden im Jahr 2003 landesweit noch 302.000 Euro zur Förderung von Selbsthilfegruppen aufgewendet, so sank diese Summe nach Angaben des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen bis 2006 auf 283.000 Euro.
Auf die 90 geförderten Gruppierungen in der Oberpfalz mit insgesamt 2246 Mitgliedern entfielen nach Angaben des Ministeriums demnach 30.882,50 Euro an Fördermitteln. Laut MdL Reinhold Strobl sind die Versicherungen der Staatsregierung, die Unterstützung von Selbsthilfegruppen auch in Zukunft gewährleisten zu wollen „angesichts dieser Zahlen nichts als leere Worthülsen und Lippenbekenntnisse“. Notwendig sei eine deutliche Anhebung der Fördersumme.
„Wer den Dienst, den solche Einrichtungen für das Funktionieren unserer Gesellschaft erbringen, nicht anerkennt, ist offenkundig zu weit von den Menschen und ihren Problemen entfernt“, so Strobl weiter. Er und seine Kollegen in der SPD-Landtagsfraktion würden auch in Zukunft für die Sicherung der Arbeitsfähigkeit von Selbsthilfegruppen eintreten, „bis auch die Staatsregierung endlich die Notwendigkeit zur intensiven Förderung dieser Einrichtungen begriffen hat.“
|