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Gespräche wegen Schießlärm

Pressemitteilung vom 16. Februar 2008

 

Auerbach. (sor)

„Zur Problematik des Schießlärms auf der Schießbahn 213 finden derzeit Gespräche zwischen den USA-Streitkräften, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der Öffentlich-rechtlichen Aufsicht der Bundeswehr statt, um die Lärmsituation im Interesse der Anwohner zu verbessern.“ Diese Nachricht bekam jetzt mit Schreiben vom 15. Februar der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl vom Bundesminister der Verteidigung, Dr. Franz Josef Jung. Dieser weist in seinem Schreiben darauf hin, dass der USA-Truppenübungsplatz Grafenwöhr von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Bonn verwaltet wird. Diese sei angeschrieben und gebeten worden, ein neues Lärmgutachten für den Bereich Auerbach-Nitzlbuch und Auerbach-Bernreuth als Grundlage für eine nachfolgende Bewilligung von passiven Schallschutzmaßnahmen – nach dem aktuellen Stand der deutschen Gesetze – erstellen zu lassen. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen, so der Minister, beabsichtige die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dieser Bitte nachzukommen.

Dr. Jung betont in seinem Schreiben, dass er aufgrund der seit Jahren zunehmenden Schießlärmbeschwerden so wie Strobl an realisierbaren Problemlösungen für die Anwohner interessiert sei. Aus diesem Grunde hätten der Parlamentarische Staatssekretär Schmidt und Mitarbeiter des Verteidigungsressorts bei diversen Ortsterminen darauf hingewirkt, einen Ausgleich zwischen den Anliegen der Anwohner und dem erforderlichen Training der USA-Streitkräfte in Grafenwöhr zu erreichen. Dr. Jung schreibt weiterhin, dass Ausnahmen von den festgelegten Schießzeiten nur im begründeten Einzelfall im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Verteidigung vom Oberbefehlshaber des USA-Heeres in Europa zu genehmigen sind. Die Erteilung des Einvernehmens bei diesen Ausnahmeanträgen werde vom Bundesministerium der Verteidigung nach Abwägung der begründeten Interessen der USA-Streitkräfte und des Immissionsschutzes sehr restriktiv gehandhabt.

Bezug nehmend auf die im Schreiben von Strobl angesprochene Problematik des Fluglärms konnte Jung mitteilen, dass in dem angesprochenen Zeitraum die einmal verlagerte Übung „COUGAR GOLD“ stattfand. Die Übung sei in der Presse angekündigt worden und diente der Ausbildung von fliegenden Besatzungen und Fliegerleitoffizieren. Es handle sich also um keine ständige Einrichtung. Aufgrund dieser Informationen sieht Strobl die Lage nun so, dass anscheinend die Beschwerden der Anlieger jetzt ernst genommen und an einer Lösung der Situation gearbeitet werde. Es sei aber wichtig, jetzt auch weiterhin Vorfälle zu melden.

 

 

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