Oberpfalz von Hausärztemangel besonders betroffen
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Pressemitteilung vom 22. Oktober 2007
Der drohende Rückgang an Hausärzten in der Oberpfalz ist das Thema einer Anfrage des Abgeordneten Reinhold Strobl (SPD) im Bayerischen Landtag. Nach Angaben des Bayerischen Hausärzteverbands sind in den nächsten fünf bis zehn Jahren aus Altersgründen fast die Hälfte aller Hausarztpraxen in der Region von einer endgültigen Schließung bedroht. „Daraus ergibt sich die Gefahr, dass ohne die Niederlassung von jüngeren Allgemeinärzten in der ländlich strukturierten Oberpfalz eine gravierende Unterversorgung der Bevölkerung vorprogrammiert ist“, so Strobl.
Kernfrage sei, so der Abgeordnete, ob die Staatsregierung diese Entwicklung in ihrer Bedeutung erkannt habe und welche konkreten Maßnahmen getroffen werden könnten. Strobl: „Wir haben einen stetig wachsenden Anteil von älteren Personen in unserer Bevölkerung. Dadurch wird eine lückenlose Versorgungsdichte durch die Hausärzte als erste Anlaufstelle immer wichtiger. Wir haben bei uns bereits jetzt die Situation eines steigenden Versorgungsbedarfs bei gleichzeitiger Abnahme der Praxen von Allgemeinärzten.“
Dass sich Sozialministerin Christa Stewens gegen eine Übernahme der Aufgaben der Hausärzte auch durch Krankenschwestern oder Pfleger ausgesprochen hat, ist für Strobl zwar richtig, aber es müssten dann Anreize für jüngere Ärzte geschaffen werden, um sich der Aufgabe des Hausarztes in ländlich strukturierten Gebieten zu stellen. „Das durchschnittliche Alter der Hausärzte bei uns liegt zwischen 55 und 58 Jahren. Da ist abzusehen, wann sie sich aus dem Berufsleben zurückziehen und Nachfolger sind nur schwer zu finden“, beschreibt Strobl das Problem. „Die Gründe dürften in den besonderen Anforderungen dieses Berufs und einer oft nicht leistungsbezogenen Entlohnung liegen.“
Die hausärztliche Versorgungsqualität der Patienten habe grundlegende Wirkung auf das gesamte Gesundheitssystem, meint Strobl. „Wir müssen konkrete Zahlen zur Entwicklung der Versorgungssituation in der Oberpfalz bekommen, welche Gemeinden besonders betroffen sind und wie viele Patienten ein einzelner Arzt durchschnittlich betreuen muss. Erst dann kann man konkrete Schritte unternehmen, der drohenden Unterversorgung in der Oberpfalz zu begegnen. Hier ist die Staatsregierung gefordert.“
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