Pressemitteilung vom 23. Juni 2008
Schnaittenbach. (sor)
Bei einem Treffen mit Gewerkschaftern hat MdL Reinhold Strobl die Kritik des bayerischen Ministerpräsidenten an der Altersteilzeit zurückgewiesen. "Wer Forderungen nach einer Fortführung der Altersteilzeitregelung als linkspopulistisch bezeichnet, der versteht die Sorgen großer Teile der bayerischen Beschäftigten nicht", sagte Strobl gegenüber Helmut Götz und Manfred Leitl, sowie dem DGB-Organisationssekretär Albrecht Vornberger. Viele ältere Arbeitnehmer hätten blanke Angst, wie sie ohne Einkommenseinbußen bis zum 67. Lebensjahr durchhalten sollen. Diese Angst werde ihm gegenüber immer wieder zum Ausdruck gebracht, so Strobl. Viele Arbeitnehmer wünschten sich nichts dringlicher als eine Fortführung der Altersteilzeitregelung, die einen flexiblen Übergang aus dem Erwerbsleben ermöglicht. Dies gelte insbesondere für die hart arbeitenden Menschen in Nacht- und Wechselschichten, die über Jahre hinweg großen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt sind. "Die existentiellen Probleme dieser Menschen ignoriert der bayerische Ministerpräsident mit seiner zynischen Verweigerungshaltung zur Altersteilzeit."
Strobl würdigte die SPD-Vorschläge zur Fortführung der Altersteilzeit als "richtige Schritte", um ältere Arbeitnehmer vor drastischen Rentenkürzungen zu schützen. Strobl, der kein Freund einer Rente mit 67 ist:
"Die SPD hat die Sorgen und Nöte der Arbeitnehmer erkannt, die mit der Rente mit 67 entstanden sind." Die Gewerkschafter kündigten die Unterstützung an, hoben jedoch zugleich die grundsätzliche Kritik der Gewerkschaften an der Rente mit 67 hervor. "Die Rente mit 67 ist falsch, daran ändern auch die Altersteilzeitpläne nichts."
Die Gewerkschafter und MdL Reinhold Strobl sind sich einig: "Uns geht es nicht darum, Geld auszugeben, damit möglichst viele aus dem Erwerbsleben ausscheiden, sondern wir wollen Geld ausgeben, damit möglichst viele Junge nachrücken. Gleichzeitig sollen ältere Arbeitnehmer, die nicht mehr können, in Sicherheit und ohne Einkommenseinbußen in den Ruhestand übergehen." Strobl: "Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss auch im Alter abgesichert sein."
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