Pressemitteilung vom 24. Mai 2007
Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl hat in einem Grußwort an die Streikenden bei Telekom seine Solidarität mit den Arbeitnehmern und seine Kritik an der Konzernleitung zum Ausdruck gebracht. Hier der Text der Solidaritätsadresse:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
derzeit sollen bei Telekom durch Missmanagement entstandene Probleme auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Das kann und darf so nicht sein. Ich habe keinerlei Respekt vor sogenannten Managern, deren größtes Bestreben es ist, Arbeitsplätze auszulagern, anstatt Arbeitsplätze zu schaffen bzw. bestehende Arbeitsplätze zu sichern.
Wenn ich höre, dass Telekom mehr als 50.000 Arbeitnehmer zu erheblich schlechteren Bedingungen in die geplante T-Service-Sparte ausgliedern will und dabei die Löhne um neun Prozent gekürzt werden sollen, die Arbeitszeit um mindestens vier Stunden verlängert werden soll und drei Nulllohnrunden erzwungen werden sollen, dann habe ich dafür keinerlei Verständnis.
Kolleginnen und Kollegen,
Ihr habt in der zurückliegenden Zeit oft genug bewiesen, dass Ihr bereit seid, für das Unternehmen und für die Zukunft Eurer Arbeitsplätze Einschnitte hinzunehmen. Was sich jedoch jetzt bei der Telekom abspielt, hat mit einer vernünftigen Unternehmens- und Personalpolitk nichts mehr zu tun. Diese Unternehmenspolitik grenzt schon an Ausbeutung. Manager, die sich so verhalten, sind ihr Geld nicht wert. Auch Manager sind dazu aufgerufen, sich an Recht und Gesetz zu halten.
Ich wünsche Euch bei Eurem Streik viel Erfolg und den Managern das Einsehen, dass sie so nicht mit den Arbeitnehmern bei Telekom umgehen können und dürfen.
Mit kollegialen Grüßen
Reinhold Strobl, MdL (SPD) |