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Vorlesungskollaps an der FH Regensburg

Pressemitteilung vom 14. Oktober 2008

 

Reinhold Strobl fordert von Wissenschaftsminister Goppel Abhilfe / 628 Euro Semestergebühren für Misere des Bildungssystems

Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl fordert in einem Brief an Wissenschaftsminister Goppel umgehend für Abhilfe beim Vorlesungskollaps an der FH Regensburg, Fakultät Sozialwissenschaften, zu sorgen.

„Es kam zur Fehlorganisation der Stundenplangestaltung, so dass die Diplomstudiengänge mit den Bachelor-Studiengängen kollidieren. In einer Veranstaltung von mittlerweile erhöhten 40 Plätzen sitzen rund 80 Studenten/innen in jeder Vorlesung. Die Diplomstudiengänge haben aufgrund des höheren Semesters Vorrang gegenüber den Bachelorstudiengängen. Diese wiederum sollen die vorgesehenen Module im 5. bzw. 6. Semester abgeschlossen haben. Die Vorlesungen laufen darauf hinaus, dass die Bachelorstudenten rausgeworfen, ausgelost oder auf das 6. Semester vertröst werden," so Strobl.

Zudem könnten manche Vorlesungen nicht besucht werden, weil es der Stundenplan nicht möglich macht und es zu massiven Überschneidungen kommt. Mittlerweile belegten die Studenten/innen Vorlesungen, die ihrem Interesse nicht gerecht werden, nur aus Angst, die Regelstudienzeit von 7 Semestern verlängern zu müssen. Durch das Nichtbelegen von Vorlesungen steigt auch die Klausur- und Prüfungszahl im nächsten Semester. Die Studenten/innen sind über diesen Zustand empört und auch für die Professoren/innen und Lehrbeauftragten ist dieser Umstand nicht tragbar.

Nach Angaben der Dekanin von der Fakultät Sozialwissenschaften gäbe es Fehlorganisationen im Stundenplan, zuwenig Räumlichkeiten und zuwenig Fachpersonal. Dabei werden die Stimmen der Studenten/innen immer lauter. Strobl: „Schließlich zahlt jede Person 628 Euro pro Semester! Diese Gelder sollten eigentlich den Studierenden zugute kommen. Jetzt zeigt sich aber genau das Gegenteil. Die Studenten/innen der Fakultät Sozialwissenschaften sind nicht gewillt, diese Misere des Bildungssystems zu akzeptieren."

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