Pressemitteilung vom 03. Dezember 2007
Die Änderung der Zeugnisformulare für den Abschluss der Mittleren Reife beschäftigte jetzt auch den Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags. Hintergrund des Vorstoßes war eine Petition von Landrat Armin Nentwig (Landkreis Amberg-Sulzbach) vom Juli dieses Jahres, in dem er auf die Problematik der Zeugniserstellung aufmerksam gemacht hatte. Vielfach werde von den einstellenden Firmen nicht zur Kenntnis genommen, dass auch an den Hauptschulen die „Mittlere Reife“ erworben werden könne.
Bei Bewerbungen, speziell in kleineren Unternehmen, würden alleine durch die Überschrift der ausstellenden Hauptschule die Stellungssuchenden aussortiert. Aus der Überschrift „Hauptschule“ werde abgeleitet, dass es sich lediglich um einen Hauptschulabschluss handle.
Der Briefkopf Hauptschule genüge, nicht weiter zu lesen, obwohl der Bewerber die Mittlere Reife auf dieser Schule erworben hatte. „Das ist in der Tat ein Manko, dem auch das Kultusministerium in seiner Antwort beigestimmt hat“, so der Abgeordnete Reinhold Strobl (SPD), Mitglied im Bildungsausschuss und zuständiger Berichterstatter, welcher bei Betriebsbesuchen die gleiche Erfahrung gemacht hatte.
Strobl begrüßte es, dass das Kultusministerium die Anregung aufgegriffen hat und die entsprechenden Zeugnisvordrucke ändern will mit dem Ziel, dass die Kernaussage „Zeugnis über den mittleren Schulabschluss“ im Vordergrund steht, daneben aber auch die Schulart Hauptschule bzw. Realschule genannt wird. Entsprechend soll auch das Abschlusszeugnis der Wirtschaftsschule, mit dem ebenfalls der mittlere Schulabschluss erworben wird, überarbeitet werden.
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