Pressemitteilung vom 26. Juli 2007
Die Aussage von Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel bei einer CSU-Veranstaltung in Weiher (Stadt Hirschau), die Aufteilung auf verschiedene Schularten in Bayern sei nicht der Weisheit letzter Schluss, ist für den Abgeordneten Reinhold Strobl (SPD) Anlass, eine Anfrage im Bayerischen Landtag zu stellen. Kernfrage ist, ob die Staatsregierung das starre dreistufige Schulsystem in Bayern mit seiner frühen Selektion der Kinder in weiterführende Schularten überraschend überdenken will.
Goppel hatte laut der Amberger Zeitung, Zweifel an der Struktur des bayerischen Schulsystems angemeldet und gleichzeitig eine Aufwertung und Neuausrichtung der Hauptschulen angemahnt. „Es wäre schön“, so Strobl, „wenn das bedeuten würde, dass sich die Staatsregierung endlich dazu durchringen würde, das jetzige System den tatsächlichen Erfordernissen anzupassen. Besonders die Hauptschule ist seit Jahren das Stiefkind und bedarf dringend einer Reformierung, um den Abschluss wieder aufzuwerten. Da wäre beispielsweise eine stärkere Verknüpfung mit der Realschule durchaus sinnvoll.“
In anderen Bundesländern, wie etwa Rheinland-Pfalz gäbe es genügend positive Beispiele, wie das Schulsystem durchlässiger und effektiver zu gestalten sei, meint Strobl. „Das Konzept einer Regionalschule, bei der Haupt- und Realschule ineinander übergehen und auch eine längere gemeinsame Schulzeit ermöglichen, hat sich als sehr wirkungsvoll herausgestellt. Das sollte auch in Bayern möglich sein, doch dazu braucht es den Willen der Staatsregierung.“
Die massenhafte Schließung von Hauptschulen und Teilhauptschulen der Vergangenheit sei da nicht zielführend, da die wohnortnahe Schule unter allen Umständen erhalten bleiben müsse, betont Strobl, der auch Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags ist. „Auch die Kommunen als Aufwandsträger müssen endlich Sicherheit bei Planung und Unterhalt der Schulen bekommen, dass nicht nur die Kirche sondern auch die Schule im Ort bleibt.“
|