Reinhold Strobl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Reinhold Strobl mit Besuchern im Bayerischen Landtag

Amberg-Sulzbach/München. (sor) Einen kleinen Einblick in fast 16 Jahre parlamentarische Arbeit gab MdL Reinhold Strobl (SPD) seiner Besuchergruppe am Montag im Plenum des Bayerischen Landtages. 1999, als Nachrücker für den späteren EU-Kommissars Günther Verheugen, war er der erste Bundestagsabgeordnete, der sein Mandat in Berlin antrat.

Der Weiterbau der A 6 sei damals das drängendste Thema gewesen. Die 4 Abgeordneten der SPD aus der Oberpfalz hatten damals die Unterstützung des Bundeskanzlers Gerhard Schröder.
Da die Landtagswahl 2003 nicht das erwünschte Ergebnis für die SPD erbrachte, sei er auch hier wieder Nachrücker geworden. Hätte nicht Marianne Schieder für den Bundestag kandidiert, wäre für ihn damals die hauptberufliche Tätigkeit zu Ende gewesen. Eine entsprechende berufliche Neuorientierung stand bereits an.
Im Landtag gehörte er zunächst dem Ausschuss „Öffentlicher Dienst“ und dem Bildungsausschuss an. In diese Zeit fiel aufgrund des Drucks der Opposition und der Öffentlichkeit die Rücknahme des Büchergeldes, der Studiengebühren und jetzt auch die Rückkehr zum G 9. Inzwischen, so Strobl, gehört er schon lange Zeit dem Haushaltsausschuss an.
„Wenn man nicht gerne auf Menschen zugeht, sollte man diesen Job nicht machen.“ So Strobl. Natürlich habe er auch schon einige unfreundliche, aber meist sehr freundliche Briefe erhalten. In Einzelfällen habe er auch helfen können. Unter die Haut sei ihm ein Danke einer Frau gegangen, die inzwischen verstorben war.
Hartnäckigkeit sei im politischen Leben notwendig. Nur so konnte der Radweg zwischen Holzhammer und Wernberg erreicht werden. Auch bei der Klosterburg in Kastl habe er 10 Jahre lang immer wieder auf den Leerstand hingewiesen. Jetzt komme dorthin eine Abteilung der Bereitschaftspolizei.
MdL Strobl hat im nächsten Jahr (25. Juni) noch eine Landtagsfahrt. Evtl. Einladungen gelten nur noch für diese Fahrt. Für die Zukunft hoffe er, dass im nächsten Landtag auch unsere Region wieder mit einem SPD-Abgeordneten vertreten sei.